Wolf

Die Ergüsse des jungen W.

So ganz spontan hier die Eingebung, mal wieder was in die Spielwiese zu sähen. Auf dass es wachse. Was es ja auch mit jedem Satz, den ich hier schreibe, tut. Ein sich selbst wachsender Text. Ohne Sinn, aber dafür kaum bezweifelbarer Daseinsberechtigung.
So war das zumindest bis jetzt. Jetzt kommt nämlich auch noch Sinn dazu. Also, obacht: Hallo, liebe Leserin, lieber Leserich! (Wie war das?)

Begrüßung zur Spielwiese. Kurzer Rundgang (Ochis leidlich gepflegt, Wolfs recht verdorrt, Rolfs in schönstem Grün und über Robs legen wir mal den Mantel des Schweigens). An Wolfs Spielwiese werden gerade umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen vorgenommen. Ein Großteil des Textes wird in diesem Moment komplett neu geschaffen. Verflucht, wo ist denn der Sinn schon wieder hin?
Dieser Text ist so verdammt selbstreferentiell, dass ich mich (zumindest heute Abend) wohl kaum aus meinen intertextuellen Verstrickungen zu befreien vermag. Was ja auch nicht weiter Schlimm ist, man darf hal nur nicht zu Anspruchsvoll sein.

Wie war das? When too perfect, lieber Gott böse…

Bussi,
w

Hier schreibt dann mal der Bassist …

Hier schreibt dann mal der Bassist … Freitag Abend, kurz vor elf. Im Hintergrund Peter Gabriel mit »Sky Blue« – mal wieder eine dieser äusserst seltenen Momente, in denen das Lied zur Stimmung passt und andersrum und so weiter. Der Bassist ist der neueste Zugang zum Club der Väter. Dramagold sind jetzt eine komplette Papaband. Fragt sich nur, ob das was ausmacht. Peter Gabriel hat auch manchmal seine Tochter dabei. Aber die kann auch singen. Meine gluckst eher. Vielleicht liegt’s am Altersunterschied.

Wie dem auch sei – ich glaube, es wäre angebracht [zumindest könnten das viele behaupten], dass ich mich mit dem höchstvermutlich unbekannten Leser [außer Du bist’s Ochi] bekannt mache:

Wolfram Karl Friedrich Högerle, 26 Jahre, Studienreferendar, verheiratet, eine Tochter [nicht die von Peter Gabriel; eine andere]. Und eben ich trage nun das wunderbare Privileg, mit dieser lustigen Kapelle, die schon existierte, als ich noch … klein war … hmmm … lost my train of thought here … Naja – wir machen jetzt eben zusammen Musik. Ich darf spielen, was ich will und das macht Spass. Die anderen spielen auch, was sie wollen. Ihnen macht das glaub ich auch Spass. Und das macht dann schlussendlich auch die neue Dramagold-Besetzung aus: Jeder spielt, was er will und das macht Spass. Schön, dass wir das geklärt haben.

Ob Peter Gabriels Tochter jetzt auch immer singen darf, was sie will, kann ich gar nicht sagen, da müsste man sie mal fragen. Ich schätze aber mal eher nicht und da hätten wir mal wieder den Beleg dafür, dass sich DramaGold in einer recht subversiven Art von allen anderen Kapellen auf diesem Erdenrund absetzt. Es gibt da natürlich auch noch andere [wesentlich bessere] Argumente, aber egal.

Soll ich noch was über mich erzählen? Mich kennt ja hier keiner!

Der lustige Kerl mit den Händen an den Ohren, das bin ich [auf dem Plakat]. Ich bin der Bassist [so weit waren wir schon] und spiele gerne alte Fender-Bässe [wer tut das nicht?]. Irgendjemand sollte noch mit dem Hund laufen. Das bleibt wohl wieder an mir hängen. Hat Peter Gabriel auch einen Hund [oder seine Tochter?]. Vielleicht nicht. Aber wer weiß das denn schon wirklich?

Ein Leben wie ein Oktoberfest wünscht Euch Wolfram.