Orange Room, Amerika, Australien, Bodensee

8. Oktober 2010

Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht… früher hast Du monatelang gespart, jeden Pfennig auf die Seite gelegt, Dich später mit horrendem Geld für 1 bis 4 Wochen in ein angesagtes Tonstudio eingemietet und eine LP/CD auf unzählige Magnetbänder produziert. Umher schwirrten irgendwelche Menschen, die anscheinend den Löffel der Musikweisheit mehrfach gefressen hatten und Dir sagten, wie was wann wo zu klingen habe. Berühmt hat es uns auch nicht gemacht. Aber wenn ich an die ganze Kohle denke…
Egal, das sind Erfahrungen und wichtig.
Heute jedoch trifft man sich im Raum seines Vertrauen mit den Leuten seines Vertrauen und nimmt in geselliger Runde mittels eines kleinen Klappcomputerleins mit einem lustigen Apfel-Logo im Deckel ein paar Songs auf, Spuren gäbe es zuhauf und irgendwie kann man eh alles ändern, tunen, pushen und was weiß ich nicht alles.
Im Anschluss verschickt man die Aufnahmen (Tracks) zum Beispiel nach Amerika, da da sich einer saugut mit diesem und jenen auskennt. Anschließend wandert die reparierte, angepasste und schon sehr wohlklingende mp3 nach Australien, wo unser ehemaliger, und nach wie vor heiß geliebter Saxophonist aus Bellybutton-Tagen, der unschlagbare Martin Zakharov (Tataa Tataa Tataaaaaaa…) lebt. Der gute Martin meint dann in einem unverwechselbaren Mix aus Englisch und Deutsch „Prima, Jungs, klingt irgendwie nach Balkan. Braucht Ihr noch eine schmutzige Klarinette?“ Klar, Martin, Supersache! Wir hatten sogar darauf gehofft… Also spielt Martin eine „schmutzige Klarinette“ auf eine Spur daneben (wo jetzt genau? Egal) und wird das ganze dieser Tage wieder hierher mailen.

Toll, nicht wahr?!
Bleibt gesund,
Ochi